Is it „the end of open-source as we know it“?

Es ist eigentlich nur eine kleine Randnotiz bzw. eine Anmerkung in einem Artikel über ein Urteil. Aber was dahiner steckt, könnte brisant sein. In dem Artikel im Newsticker von heise berichtet der Autor über ein Urteil des Hamurger Landgerichts, das per einstweiliger Verfügung den Vertrieb einer bestimmten Version eines Download-Managers verbot (AZ 310 O 44/13).

Tweets translated

Das automatische Übersetzen von Texten hat so seine Tücken – zum Beispiel, wenn ein Text voller Fachwörter steckt. Doch auch bei einfachen Texten scheint es schwieriger als man erwarten könnte:

Schöner übersetzen
Schöner übersetzen

Und auch, wenn man jedes Wort einzeln übersetzt, kommt nicht unbedingt etwas Gutes dabei heraus:

Wortspiele
Wortspiele

Hören, Sprechen, Lernen


Das klingt zunächst mal plausibel. Wenn man aber ein Weilchen darüber nachdenkt, ist es weniger offensichtlich. Dann stellen sich nämlich Fragen wie: Was heißt in diesem Zusammenhang „wissen“? oder: Wann lernt man etwas? Klar, wenn man zuhört, kann man Dinge erfahren, von denen man vorher „nie gehört“ hat. Aber hat man dann schon etwas gelernt? Man erfährt vielleicht neue Fakten oder erkennt neue Zusammenhänge. Letztere lernt man aber nicht allein durch das Zuhören sondern indem man über das Gehörte nachdenkt. Zumindest muss man das Gehört bewerten und – vereinfacht gesagt – als „richtig“ oder „falsch“ anerkennen.

Neue Zusammenhänge kann man aber auch lernen, wenn man Dinge erzählt. … wenn man sie erzählt? Sofern damit das Nachplappern oder Aufsagen von gespeicherten Dingen gemeint ist, ohne jegliche Reflektion beim Reden, dann lernt man dabei in der Regel tatsächlich nichts. Aber in der Diskussion, beim Argumentieren oder auch einfach nur beim Erklären kann auch derjenige, der redet, etwas lernen. Nicht umsonst ist Frontalunterricht nicht unbedingt die beste Ort, um zu lernen. Gerade Kinder lernen sehr viel, wenn sie versuchen, anderen Dinge zu erklären. Klar – auch hier bedarf es dann oft eines Gegenparts, der zuhört, Fragen stellt oder „Gegenargumente“ bringt. Aber man kann oft das Lernen förmlich sehen, während die Kinder reden.

Und schließlich: wer kennt nicht die Situation, in der man einen Gesprächspartner vollkommen verwirrt zurück lässt, von dem man einen Rat haben wollte (hören), nachdem man ihm zu erklären versucht hat, was man will. Und noch bevor er überhaupt verstanden hat, worum es geht, sind einem selber die Zusammenhänge klar und die Sache ist erledigt… „Hauptsache, wir haben mal darüber gesprochen.“

Das ist doch eSchrott!

Ah, eine neue App aus dem „öffentlichen Sektor“ denke ich, als ich die Twittermeldung von D21 lese: „#eSchrottApp durch #BMU vorgestellt. Wissen, wo der Elektro(nik)-Schrott hingehört. http://bit.ly/WaORvF„. Der öffentliche Bereich unternimmt schon seit langem Anstrengungen, E-Government attraktiv zu machen. Und da sind Apps das neuste Mittel der Wahl. Leider kommt dabei wenig mehr heraus als nett aufgemachte Infodienste zu Daten, die es schon seit langem an anderer Stelle gibt. Aber immerhin, die eSchrott-App gibt ihr Wissen bundesweit preis. Also teste ich mal, wie das denn funktioniert, wenn ich meinen Fön entsorgen möchte.

Die App fragt, ob sie den aktuellen Standort verwenden darf, und präsentiert eine Auswahl von Kategorien für Elektroschrott. „Haushaltskleingeräte & Medizingeräte“ scheint passend. Zur Sicherheit kann man in der Hilfe nachschauen. Schon läuft die Suche los und … liefert erstaunliche Ergebnisse:

An erster Stelle findet sich die „Schadstoffannahmestelle im Entsorgungszentrum der Stadt Mainz in Budenheim“, Entfernung 1 km. Besorgt, angesichts möglichertek tonischer Verwerfungen schiebe ich die Daten aus der App in den Routenplaner und bin erleichtert: Entfernung 13 km… Dass der Standort in der Karte der App auf dem Mainzer Hauptfriedhof angezeigt wird, der in etwa 1 km Entfernung liegt, stärkt nicht gerade das Vertrauen in die App.

eSchrott

Also schauen wir uns das zweite Ergebnis an. Hier findet sich der „Recyclinghof Süd in Mainz Hechtsheim“, Entfernung 2 km. In Wirklichkeit sind es rd. 5 km, aber immerhin wird der Standort in der Karte richtig angezeigt.

Der nächstgelegene Wertstoffhof, an dem ich den Fön abgeben könnte, – Entfernung tatsächlich wenige hundert Meter –  wird in den Ergebnissen gar nicht angezeigt.

Nicht, dass ich ständig Elektroschrott zu entsorgen hätte oder nicht wüsste, dass ich auf den Webseiten des lokalen Entsorgungsbetriebs nachsehen könnte, wo ich alle Schrottarten entsorgen kann, aber so ist die eSchrott-App nicht mehr als eine bunte Hülle ohne brauchbaren Inhalt. Und damit tut man E-Government sicher keinen Gefallen.

Man(n) möchte aufschreien…

Auf Twitter läuft gerade die Aktion #aufschrei, bei der es um Sexismus aller Art geht – den gewalttätigen und den subtilen im Alltag. Viele Frauen schreiben über ihre „Erlebnisse“ mit Männern – und auch mit Frauen. Da kenn es natürlich nicht lange dauern und schon kommt das „Argument“, dass Frauen sich halt nicht so aufreizend anziehen sollten, weil, da müsste man(n) ja denken…

Zum einen: würden die mal denken! Zum anderen: nicht jeder, der in der Öffentlichkeit seinen Geldbeutel aus der Tasche nimmt, möchte, dass jeder sich daraus bedient. Punkt.

P!nk on tolerance